Techniknachrichten
2025/09/19

SSD vs. HDD: Warum SSDs im Zeitalter der KI die Nase vorn haben

Mit dem rasanten Aufstieg der KI (Künstliche Intelligenz) explodiert der weltweite Bedarf an Datenspeicherung. Diese Entwicklung führt zu einem tiefgreifenden Wandel: SSDs (Solid-State-Drives) ersetzen nach und nach die herkömmlichen HDDs (Festplatten) in Rechenzentren, Servern und sogar PCs.

Wenn Sie sich noch nicht so gut mit Computern auskennen, fragen Sie sich vielleicht: Was ist der Unterschied zwischen HDD und SSD, und warum ist SSD besser für KI? Wir erklären es Ihnen ganz einfach.

Was ist eine HDD? Was ist eine SSD?

  • HDD (Festplatte)
    Funktioniert wie ein Plattenspieler. Er verfügt über rotierende Magnetscheiben und einen mechanischen Arm, der Daten liest und schreibt.

    • Vorteile: Große Kapazität, günstigerer Preis

    • Nachteile: Langsam, empfindlich, macht Geräusche, höherer Stromverbrauch

  • SSD (Solid-State-Drive)
    Funktioniert wie ein besonders leistungsstarker USB-Stick. Er speichert Daten auf NAND-Flash-Chips und kommt ohne bewegliche Teile aus.

    • Vorteile: Deutlich schneller, stoßfest, leiser, geringerer Stromverbrauch

    • Nachteile: Früher teurer, aber die Preise sinken schnell

Warum ist eine SSD besser als eine HDD?

  1. Geschwindigkeit

    • HDD: Ungefähr 100–200 zufällige Lesevorgänge pro Sekunde, mit Verzögerungen im Millisekundenbereich (ms).

    • SSD: Zehntausende Lesevorgänge pro Sekunde, mit Verzögerungen im Mikrosekundenbereich (µs).

  2. Zuverlässigkeit

    • Da Festplatten bewegliche Teile enthalten, sind sie anfällig für Stöße und Vibrationen.

    • SSDs haben keine beweglichen Teile und sind daher wesentlich langlebiger.

  3. Energieeffizienz

    • Die Festplatte verbraucht etwa 6–15 Watt und erzeugt dadurch mehr Wärme.

    • SSDs verbrauchen nur 2–5 Watt und sind damit deutlich energieeffizienter.

  4. Größe und Dichte

    • SSDs sind kleiner und leichter, sodass Rechenzentren mehr Speicherplatz auf demselben Raum unterbringen können.

    • Dadurch eignen sie sich perfekt für Server und Hochleistungsrechner.

Warum benötigt KI SSDs?

KI-Training und -Workloads hängen von riesigen Datenmengen ab. Entscheidend ist nicht nur die Datenspeicherung, sondern auch der schnelle und wiederholte Zugriff darauf.

  • Mit HDDs fühlt sich die Datensuche an wie das Durchblättern eines riesigen Stapels alter Schallplatten – langsam und ineffizient.

  • Mit SSDs kann sofort auf Daten zugegriffen werden, was ein schnelleres Training von KI-Modellen und eine reibungslosere Performance ermöglicht.

Deshalb beschleunigt KI die Verbreitung von QLC-SSDs (einer Art SSD mit hoher Kapazität). Experten prognostizieren, dass die Auslieferungen von QLC-SSDs ab 2026 explosionsartig ansteigen könnten, da Rechenzentren weltweit ihre Infrastruktur modernisieren.

Schlussbetrachtung

  • Festplatten sind nach wie vor nützlich für die Langzeitarchivierung – beispielsweise für Backups oder Archive, auf die man nur selten zugreift.

  • SSDs sind die Zukunft: schneller, langlebiger, energieeffizienter und perfekt für KI, maschinelles Lernen und modernes Computing.

Da die KI immer weiter an Bedeutung gewinnt, sind SSDs nicht mehr nur etwas für Technikbegeisterte – sie werden zum Standard für jedermann.

Wenn Sie Ihren Computer aufrüsten oder ein System für KI aufbauen, sind SSDs die eindeutige Wahl: schneller, sicherer und intelligenter für die Zukunft.

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